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Randbedingungen Th.

Randbedingungen die zu beachten sind:

Thermografie-Messungen werden bevorzugt in der kalten Jahreszeit durchgeführt. Idealerweise herrscht zwischen dem Gebäudeinneren und Aussen eine Temperaturdifferenz von mindestens 15 Grad. Bei einer Innenraumtemperatur von 20°C sollte die Aussentemperatur also möglichst bei nur 5°C oder weniger liegen. Da eine hochempfindliche Kamera zu Einsatz kommt, kann sicherlich auch noch mit etwas kleineren Temperaturdifferenzen noch gemessen werden. Auf Störgrössen wie Sonne und Wind muss dann jedoch ganz besonders geachtet werden. Um Fehlmessung durch Sonnenstrahlung zu vermeiden, sollte die Messung Nachts oder in den frühen Morgenstunden bis etwa zur Mittagszeit durchgeführt werden, wobei bedeckter Himmel immer von Vorteil ist. Direkte Sonnenstrahlung heizt die Wände auf, was zu erheblichen Missinterpretationen der Messergebnisse führen könnte. Bei starkem Regen, Schnee oder Nebel sollte eine Messung ebenfalls nicht durchgeführt werden; sie würden das ohnehin sehr schwache Signal zu sehr verfälschen.

Am Abend vor der Messung sollte die Nachtabsenkung abgeschaltet und durchgeheizt werden.
Soll auch der Innenraum vermessen werden, so ist auf gute Zugänglichkeit der Aussenwände zu achten. Möbel, Vorhänge usw. müssen also entfernt werden.
Zur Vermeidung von Fehlinterpretationen ist es unbedingt nötig, alle Fenster einige Stunden vor Messbeginn zu schliessen. Die warme Raumluft streicht an den Aussenwänden entlang und erwärmt diese. Diese warmen Stellen könnten dann als Wärmeleck interpretiert werden, obwohl dort gar keines ist.
Wind kühlt das Mauerwerk ebenfalls. Wenn also für den Standort ungewöhnlich starker Wind herrscht, so muss die Messung u.U. abgesagt werden. Eine rechnerische Auswertung, bei der die Windeffekte berücksichtigt werden, ist grundsätzlich fehlerbehaftet, aufwendig, daher teuer und trotzdem oft von eher geringer Aussagekraft.

Durch die physikalischen Eigenschaften von Glas ist der Wärmedurchgang durch die Fenster nur mit zusätzlichen Massnahmen feststellbar. Glas wirkt für die Wärmestrahlung (durchaus beabsichtigt) ähnlich wie ein Spiegel. Die Kamera erfasst also nicht die Temperatur des Glases, sondern des Objektes, das sich darin spiegelt. Das kann ohne weiteres der Himmel oder ein Nachbargebäude sein.

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